Radtour Göttingen Ballenhausen Reinhausen Niedernjesa Kiessee

16. November 2009 - 13:54 Uhr

Gerne fahre ich Sonntags, wenn wir mal nichts weiter vorhaben, eine kleine “Radtour” um Göttingen. Häufig im Leinetal, da ich von uns schnell in die Richtung unterwegs bin.

Karte Radtour Göttingen Ballenhausen Wendebachstausee Reinhausen

Göttingen Ballenhausen Reinhausen Wendebachsee Niedernjesa Kiessee

Eine besonders schöne Strecke führt bei Ballenhausen über Reinhausen zum Wendebachstausee. Zuerst fährt man die Reinhäuser Landstraße aus Göttingen heraus. Nicht so toll aber immer auf dem guten Radweg an der B27 am Werder Hof und Reinshof vorbei. Weiter an der Kreuzung Reinhausen – Niedernjesa geradeaus. Im Tal dann Richtung Ballenhausen, dort hindaurch Richtung Reinhausen. Der “Hügel” oberhalb Reinhausens bietet ein herrlichen Blick auf Reinhausen.

Im Ort links, am Ortsende auf den Radweg. Das ist meine Lieblingsstrecke bis zum Wendebachstausee. Ein wirklich toller Radweg, gut befahrbar und abseits der Autos führt er erst an Feldern und dann durch ein Wald Mischgebiet.

Am Wendebachsee mache ich manchmal eine kurze Pause. Gerade im Herbst ist es sehr idyllisch.

Weiter dann wieder zur B27, durch Niedernjesa. Nach dem Ortsschild rechts in den Feldweg, der auch als Radweg ausgeschildert ist. Und dann immer weiter bis zum Kiessee.

Dauer der Tour: etwas über eine Stunde; ca. 24 km

Sicher keine “richtige Radtour”, aber sehr schön für den kleinen Hunger für zwischendurch.

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Rudelglotzen in Göttingen

20. Juni 2008 - 17:46 Uhr

Mal ehrlich, war das nicht ein riesen Spiel gegen Portugal?

Und glücklicherweise hatte ich den Versuch unternommen, meine Massenkompatibilitätsfähigkeiten neu auszuloten.

Die Vorstellung mit plötzlich zu Fußballfans und ausstaffierten 15 jährigen Walldorfschülerinnen und besoffenen Deutschlandfahnenschwänkern an einem Ort zu schauen hatte zwar einen gewissen Abschreckungsfaktor. Aber es gibt Dinge, da muß man durch. Und ein bißchen hatte ich doch die Hoffnung, daß es nicht so schlimm wird. Wird sind schließlich in Göttingen.

Gesagt getan. Ich war mit meinem Schwager am Nikolakichhof. Schöne große Leinwände + mehrere Fernseher, kaltes Bier für faire 2,- Euro und eine nette Stimmung. Die neuen Kleinkinderfans haben wohl eher in Lokhalle gefeiert und die Besoffkis hielten sich auch in Grenzen. Ein Idiot hat nach einem der Tore eine Bierflasche an die Kirchwand geworfen, sonst war alles friedlich.

Und es war das beste Fußball-Spiel, das ich seit langem gesehen habe. Alle Tore zum Schwärmen gibt es hier.

Der Massenwahn, den Fußball inzwischen auslöst, ist schon verrück. 2002 konnte ich noch sehr entspannt das Endspiel der WM in der Lokhalle verfolgen (als es noch “auf Großleinwand gucken” hieß). Kein Eintritt und ausreichend Platz. Heute nennen die ganzen Bekoppten das Public Viewing (was für ein dämliches Wort) nehmen saftig Eintritt und sind bei den Deutschen Spielen ausverkauft.

Hier noch ein lesenswerter Kommentar zu einem Bekloppten (Kerner und seiner Dauerlutschersendung)

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Biergarten am Kehr

9. Juni 2008 - 13:56 Uhr

Nachdem wir am Samstag Abend bei einer Feier den Wagen am Jägerhaus am Kehr stehen lassen mußten, waren wir am Sonntag “gezwungen” den Wagen abzuholen, was sich als Glücksgriff erwies.

Mit der Linie 1 der Göttinger Stadtbusse fuhren wir bis zur Endstation auf den Zietenterassen. Von dort waren es lediglich 20 Mituten bis zum Kehr.

Biergarten am Kehr Dort wurde von dem Pächter des Kiosk am Kehr ein wunderbares Konzert der Front Porch Picking veranstaltet. Die Northeimer Blues und Dixi Band spielte bei dem schönen Wetter die passende leichte Unterhaltung. Die Musik hat viel Spaß gemacht und ich habe meinen Lieblingsbuchhändler Till Spannaus an der Rhythmusgitarre erleben können.
Also: Ein rundherum gelungener Vormittag. Und auf jeden Fall wiederholungswürdig. Als nächstes steht Schluffi vom Rockbüro mit der “Göttinger Blues’n'Boogie-Küche” am 15.06. und 29.06. auf dem Programm.
Programm des Biergarten am Kehr

Und mit dem Bus werden wir auch wieder fahren.

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Der Apfel

3. Juni 2008 - 17:29 Uhr

Über den Apfel läßt sich bekanntlich viel sagen (fällt nicht weit vom Stamm) und als Mann sollte man immer vorsichtig sein, wenn uns eine Frau einen Apfel anbietet. Da ist schon mal was schief gelaufen.
Apfel

Nichts desto Trotz bin ich ein riesiger Apfel Fan. Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. Aber was man z.T. in den Supermärkten angeboten bekommt, sollte man besser dort in den Regalen lassen.
Die ganze Importware sieht zwar häufig ganz lecker aus. Das war es dann auch schon.

Die besten Äpfel kommen aus der Region – und inzwischen das ganze Jahr. In dem neuen Verfahren werden die Äpfel nicht nur gekühlt, sondern der Umgebung wird der Sauerstoff entzogen. Und da Äpfel auch den Sauerstoff für ihren Stoffwechsel brauchen, verfallen sie in eine Art “Winterstarre” und sind auch im Juni/Juli noch frisch.
Daher ist es überhaupt nicht nötig, Äpfel zu importieren.
Da Äpfel sehr gesund sind, tut man außerdem etwas Gutes für die eigene Gesundheit. Ein Apfel enthält eine große Zahl verschiedenen Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Durch den besonders hohen Anteil an Vitamin C kann mit 2-3 Äpfeln den täglichen Bedarf decken.
Weitere Infos: http://www.apfel-info.de
Ob Bio oder nicht, entscheidet sich leider nicht nur durch die Einstellung sondern eher durch einen Blick ins Portmonnaie.
Einen guten Kompromiss bietet der Obstbau Wedemeier, ein Obst und Gemüse Bauer aus Iber/Kreis Northeim. Die bieten zwar z.Z. noch keine (eigenen) Bio-Äpfel an, aber deren Äpfel werden im kontrollierten Anbau angebaut. D.h., daß nach der Blüte nicht mehr gespritzt werden. Wedemeier hat einen Stand auf dem Göttinger Wochenmarkt.
weitere Infos: http://www.obstbau-wedemeier.de/
Was man aber auf jeden Fall tun sollte:
Wenn im Spätsommer die Äpfel wieder reif sind sollte man mal wieder auf den Weg in die Feldwege machen und sich einen Korb voll pflücken. Ganz gut ist der Feldweg vor der Steinmetzkurve in Geismar und besonders zu Empfehlen ist der Weg von Kerstlingerode Richtung Krebeck. Dort gibt es sehr viele Sorten. Die Bäume hab ich auf einer Radtour entdeckt. Es ist eine schande, wenn man sieht, wie viele Äpfel dort neben den Bäumen vergammeln.

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Die Stadt Göttingen kassiert: Sondernutzungsabgabe für Auslagen vor den Geschäften

30. Mai 2008 - 12:22 Uhr

Um den “Wildwuchs” an Kundenstoppern und Auslagen in den Fußgängerzonen einzudämmen, hat die Stadt Göttingen nach dem typischen Reflexmuster reagiert. Sie verlangt seit Februar Gebühren für das Aufstellen von Auslagen und Hinweisschildern. Das hat leider zur Folge, daß es für manche der berühmte Tropfen ist und entweder sie gar keine Auslagen mehr rausstellen oder wie das “Accent” das Geschäft schließen.
Gerade die kleineren Geschäfte in den Nebenstraßen, werden für den Auswuchs in der Weender Straße bestraft und fühlen sich zu Recht benachteiligt.
Und sind wir doch mal ehrlich: Die Ketten und Franchise-Shops werden weiterhin Ihre Auslage aufstellen, die alteingesessenen und kleineren Geschäfte, die den Charme der Stadt ausmachen, werden das Nachsehen haben.
Jetzt gibt es allerdings eine Initiative der Göttinger Geschäfte, die sich gegen die neuen Gebühren wehrt. Mich hat heute eine Mail erreicht:

Liebe Nachbarn,

Göttinger Tageblatt: Die Innenstadt wird immer farlosersicherlich haben viele von Ihnen das heutige Tageblatt und damit auch den Artikel im Wirtschaftsteil zur Sondernutzungsabgabe gelesen. Für alle, die den Artikel nicht kennen, hängt er als Bild an.

Für mich war er Anlass gleich heute Morgen ein bißchen zu telefonieren. Frau Hundesrügge war von der Größe des Berichtes recht überrascht. Sie hatte nicht mir so viel Aufsehen gerechnet. Im Laufe des Tages war sie von der Resonanz jedoch sehr positiv beeindruckt. Ganz offensichtlich hat der Artikel nicht nur bei mir, sondern auch vielen anderen einen Nerv getroffen.
Nach kurzen Gesprächen mit meinen näheren Nachbarn hat sich gezeigt, dass das Anliegen der Damen A. und H. sehr unterstützt wird. Ich hoffe, dass auch Sie der Meinung sind, dass wir – die Theaterstraße – uns in den Protest einreihen sollten.In den nächsten Tagen bekomme ich die Vorlage zur Unterschriftensammlung und wir werden dann bei Ihnen vorbeischauen und „sammeln“.

Alleine kann niemand von uns etwas erreichen. Wenn wir uns jedoch gemeinsam (auch mit Unterstützung der Presse) auf die Hinterbeine stellen, können wir unseren Standpunkt äußerst deutlich machen.

Immerhin sind es die Seitenstraßen, die Göttingens Flair ausmachen. Wir sind es, die Stadtfesten Leben einhauchen und ein tolles Programm bieten. Wir sind es, die zur Weihnachtszeit für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen…und nicht Rossmann, Pimkie und Co..

In diesem Sinne…
wünsche ich noch eine angenehme Woche – und lassen Sie sich von der Hitze nicht unterkriegen.

Es grüßt herzlichst,

P.S.

Gespräche mit anderen Seitenstraßen sind bereits geführt oder geplant.

Das in dem Artikel erwähnte Schreiben von Frau F. an unseren OB habe ich unten zur Kenntnisnahme eingefügt.

“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in den letzten Jahren ist durch die vor die Ladengeschäfte gestellten Plakatständer ein deutlicher Wildwuchs entstanden. Das Thema Warenauslagen und Werbeeinrichtungen wurde bereits dankenswerterweise von der Bauverwaltung in Angriff genommen.

Allerdings finden wir die finanzielle Regelung nicht gerecht und bitten diese noch einmal zu überdenken.

Unsere Stadt lebt besonders von den interessanten und inhabergeführten Geschäften in den Seitenstraßen. Dadurch wird die Individualität der Innenstadt erlebbar, was die Besucher Göttingens sehr schätzen. Im Gegensatz zu anderen Städten haben wir auch in diesen B- und C-Lagen kaum Leerstand zu verzeichnen.

Nun sind bei der Kostenverteilung der Werbemaßnahmen diese Ladenbereiche besonders belastet. Wir bitten Sie dringend, den enormen finanziellen Druck für diese kleinen, aber säulentragenden Geschäfte in der Innenstadt noch einmal mit Ihrer Fachverwaltung zu diskutieren.

In diese Überlegungen sollte miteinbezogen werden, daß gerade die Seitenstraßen sehr viele Aktionen mit hohem Zeit- und Kostenaufwand organisieren, um die Innenstadt attraktiv zu machen. Die Belastung durch die genannte Kostenverteilung ist für die dortigen Geschäfte kaum tragbar. Daß manche Geschäfte ihre Plakatständer nur noch in die Hauseingänge quetschen, um die Kosten nicht tragen zu müssen, sind bereits beobachtbare Folgen. Solche Auswüchse können kaum gewollt sein.

Sehr geehrter Oberbürgermeister, wir bitten Sie, die Sachlage noch einmal zu prüfen, um zu einer angemessenen Lösung zu gelangen.

Für Ihre Bemühungen schon im Voraus herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

V. F.”

Ich hätte einen einfachen Vorschlag die Entwicklung für alle Seiten in die richtige Richtung zu lenken:
Die Sondernutzungsabgabe wird komplett zurückgenommen. Damit aber die Stadt Göttingen auch zu ihren Einnahmen kommt, wird eine neue Gebühr fällig:
Die sprachliche Verunstaltungs-Gebühr. Hier werden alle zu Kasse gebeten, die entweder mit unnötigen (meist auch falschen) Anglizismen (Sale Off, Coffee to go) den Fußgänger belästigen oder die deutsche Sprache durch das Idiotenapostroph, das Deppenleerzeichen oder andere Verbrechen verunstalten und uns verdummen.
In dem Sinne: Schöne’s Week End ,-)

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