Kategorie: Politik


Und er kann doch Änglisch

1. Oktober 2009 - 16:47 Uhr

aus der Rubrik: “Leistung muß sich wieder Lohnen”

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Die FDP und die deutsche Sprache

25. September 2009 - 13:27 Uhr

“Deutschland kann es besser” – so der Slogan der FDP auf ihrer “mit mach arena”.

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Die Seite Deppenleerzeichen erklärt der FDP, wie man die deutsche Sprache gebraucht. Richtig heißt es natürlich “Deutschland kann es besser als die FDP” oder wer auch immer.

Wie dort richtig bemerkt wird, sollte sich die FDP bei solchen Fehlern nicht mehr über die Pisa-Studie aufregen. Gwidoos Leitsatz “Leistung muß sich wieder lohnen” kann man daher als Selbstmotivation verstehen. Und was lernen wir daraus? Wir machen erst unsere Hausaufgaben, bevor wir unsere Klassenkameraden hänseln.

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FDP wählen?

24. September 2009 - 11:09 Uhr

Der deutliche Widerspruch zwischen Außendarstellung und Realität bei der FDP ist mir gestern in einem Kundengespräch mal wieder vor Augen geführt worden.

Der Kunde hat versucht mit mir über einen Preis von einem Artikel im Tischtennis Shop zu feilschen. Nach einiger Zeit wurde mir das “zu Bunt”. Ich wußte, daß der Kunde Freiberufler ist. Und dann ließ ich den Satz fallen: Ich würde Ihnen gerne einen besseren Preis machen, aber ich habe eine Gebührenordnung und darf Ihnen gar keinen anderen Preis anbieten. Da hatte ich aber etwas gesagt! “Das ist etwas anderes. Wir sind die Stützen der Gesellschaft. Als Händler kann man geschickt günstiger einkaufen, als Freiberufler hat man viele feste Kosten.. usw.” Ach so!

Solche Sätze finden sich auch bei der FDP (Sie seien das „Rückgrat des deutschen Mittelstandes)

Man muß wissen: Der Freiberufler hat einen anderen Status als der Selbständige. Freiberufler sind z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater. Für diese Gruppen gibt es jeweils feste Gebührenordnungen, die zwar nach oben offen sind, aber nach unten nicht unterschritten werden dürfen (es droht das Zurückziehen der Zulassung). Damit gibt es für diese Berufsgruppe Mindesteinnahmen.

Und genau das ist die Klientel der FDP. Und genau die FDP, die für jeden Selbstständigen und Arbeitnehmer den absolut freien Markt fordert,  betreibt Besitzstandwahrung für die eigene Klientel.

Warum gilt der Satz “der Markt wird es schon richten” nicht für Steuerberater oder Anwälte? Um dies klar zu sagen, ich habe nichts gegen Mindestentlohnung. Aber dann gleiches Recht für alle. Auf der einen Seite verkünden, daß die Wirtschaft zusammenbricht, wenn man einen Mindestlohn verdienen sollte und auf der anderen Seite der Untergang des Abendlandes bevor stünde, wenn ein Steuerberater sich dem selben (Rabatt-) Wettbewerb stellen müßte wie ein Selbstständiger. Verlogener geht es nicht mehr.

Fairer Weise muß man natürlich sagen, daß der Rest der Politiker auch nichts gegen diese offensichtliche Ungleichbehandlung tut, da der Bundestag fast nur noch aus Anwälten besteht. Und das sind Freiberufler.

Der immer freiere Markt führt zu immer schlechterer Beratung und Service. Es geht nur noch um das rein kaufmännische. Die Fachgeschäfte sind inzwischen aus den Städten verdrängt. Das Motto “Sich die Beratung im Fachgeschäft holen und dann im Großmarkt kaufen”, konnte auf Dauer nicht gut gehen. Daher sind viele der Fachgeschäfte inzwischen verschwunden. Heute gibt es überhaupt keine Mindestpreise mehr. Aber wie soll man da einen Standard halten können?

Daher bin ich als selbstständiger Händler für die Vereinbarung von Mindestpreisen und auch Mindestlöhnen und nicht für die Förderung von “Mc Anwalt”. Wenn man keine Kenngrößen hat, an denen man sich orientieren kann, ist eine dauerhafte Planung (auch für  die Einstellung von Mitarbeitern) viel schwieriger.

Was für Anwälte und Ärzte etc. gilt, gilt auch für die meisten Selbstständigen.

Daher werde ich als Familienvater, Selbstständiger, gar-nicht-so-schlecht Verdiener (kein Neid – nur bezogen auf das, was ich früher hatte) selbstverständlich nicht die FDP wählen!

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dem Lodda sein kleiner Bruder

23. September 2009 - 14:55 Uhr

guttenberg-matthaeus

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Aids ist ein Massenmörder

10. September 2009 - 14:03 Uhr

Die neue Kampagne Aids-ist-ein-Massenmoerder.de schlägt hohe Wellen. Aber hier erst einmal das Video zum Anschauen:

es gibt diverse Reaktionen auf das Video:

das Video ist m.M. sehr originell und macht auf die Kampagne aufmerksam: ein Volltreffer

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SPD im Tief: Gibt’s eine Erklärung?

8. Juni 2009 - 17:41 Uhr

Reinhard Bütikofer (Grüne) stellt in seinem Blog die Frage SPD im Tief: Gibt’s eine Erklärung? Er nimmt Bezug zu dem dramatischen Abschneiden bei der Europawahl.

Bei den ganzen Erklärungsmustern muß man ganz vorsichtig sein, ob dies denn ein reines SPD Problem ist, oder ob sich dort lediglich ein Trend früher zeigt.

Wer wählt denn noch und wie wird gewählt? Die meisten, die überhaupt wählen, gehen aus einer gewissen Verantwortung und nicht mehr mit Begeisterung zur Wahl. Gewählt wird häufig nach dem Motto des “kleineren Übels” und nicht nach absoluter Gewißheit der “richtigen” Partei.
Hinzu kommt gerade sehr diffuse Vorstellung, für was die Parteien in Europa stehen. Wenn ich im Kommunalwahlkampf noch einen regionalen unterschied bei den “Vor Ort” zu dem jeweiligen Bundes Parteien ausmachen kann. Ein Europa-Profil war für mich bei keiner der Parteien erkennbar.

Neben der katastrophalen Wahlbeteidigung sieht man mit erstaunen, daß die Splitterparteien über 10% bekommen haben. Oder vielleicht ist es doch nicht so erstaunlich. Vielleicht wählen nächstes Mal noch mehr die Piratenpartei o.ä.

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Facebook Boykott ?

20. Mai 2009 - 11:45 Uhr

Ich habe eben in einem Newsletter von folgendes lesen können:

… Die Plattform Facebook hat eine Nutzerin die ein Bild von sich eingestellt hat, während sie stillt, aus der Community verbannt. Dies sei obszön und würde viele Nutzer stören.

Eine stillende Mutter mit einem Kind finden die Verantwortlichen von Facebook – obszön-, Holocaustleugner hingegen sind eine Nutzergruppe die es zu schützen gilt, denn die Leugnung des Holocaust ist offenbar nicht schlimm, aber eine stillende Mutter ist eine Gefahr für die Moral der Nutzerschaft.

Drei Nutzergruppen die sich mit der Leugnung des Holocaust beschäftigen können weiterhin ihr Unwesen treiben. Die Leugnung des Holocaust ist in den USA nicht verboten und verstösst daher nicht gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook. Dies ist absurd, und wenn Werbetreibende oder E-Commerceanbieter einem Betreiber einer solchen Plattform durch Aufträge ihre Unterstützung geben, dann finde ich dies verwerflich.

Ich rufe daher zum Boykott von Facebook auf, denn es kann nicht sein, dass ein soziales Netzwerk einer Gruppe die den Holocaust leugnet Platz einräumt.

Quelle: Patrick Meier, Xing Gruppe Internethandel

Diese Art der Doppelmoral kommt einem doch irgendwie bekannt vor.  Ich kann mich der Meinung von Herrn Meier und anderen nur anschließen: Wer Holocaust Leugnern einen Raum bietet, gehört boykottiert.

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Christian Klar wird nach 26 Jahren aus der Haft entlassen

24. November 2008 - 23:36 Uhr

Wie Spiegel Online und andere Medien heute berichten, wir der ehemalige Top Terrorist Christian Klar am 03. Januar 2009 nach 26 Jahren aus der Haft entlassen.

Die Emotionen kochen hoch wie immer bei dem Thema Terrorismus. Besonders konservative Politiker fühlen sich beschämt und fühlen mit den Hinterbliebenen der Opfer.

Dieses ganze Getue nervt ziehmlich. Worum geht es denn hierbei?

Ein mehrfacher Mörder wird nach einer verglichen mit anderen Tätern sehr langen Zeit im Gefängnis in die Freiheit entlassen.

Dazu sollte man sich folgende Fragen stellen:

1.  Was für einen Rechtsstaat wollen wir? Soll es für den Täter die Möglichkeit geben, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren?

2. Wenn wir dies bejahen, sollte jeder diese Chance bekommen.

3. Ein wichtiges Kriterium sollte die Rückfallwahrscheinlichkeit sein. Und diese liegt bei Exterroristen der RAF bei 0%.

4. Ist es geschickt Christian Klar durch Entrüstungsbekundungen der Art in den Focus zu stellen? Warum verhilft man Ihm damit zu mehr öffentlichem Raum.

5. Natürlich hat Christian Klar schreckliche Dinge getan. Und es ist auch selbstverständlich, daß ein Teil der Angehörigen der Opfer ein Problem mit der Freilassung hat. Aber dies wäre auch nicht anders, wenn der Täter ein besoffener Autofahrer, ein Sexualmörder oder ein Raubmörder wäre. Der Unterschied wäre sicherlich die Zeit. Der besoffene (oder einfach nur zu schnell gefahrene) Autofahrer wäre vielleicht mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.

Daher keimt bei mir der Verdacht auf, daß die “Entrüsteten” nur schnell ein paar Punkte an den Law and Order Stammtischen machen wollen.

Ich bin froh, daß unser Staat souverän genug ist, auch seinen (ehemaligen) Feinden Gerechtigkeit Teil werden zu lassen.

Dies ist ein Kern unseres Rechtsstaats. Und dieser gilt zu verteidigen!

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Ein Experiment in Namibia: Grundeinkommen für jeden

22. Oktober 2008 - 10:04 Uhr

Das Wirtschaftsmagazin Brandeins berichtet in seiner neuesten Ausgabe über ein Experiment in einem Dorf in Namibia.

Jeder Bewohner erhält ein Grundeinkommen.

hier den Artikel Als das Geld vom Himmel fiel lesen.

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Die Stadt Göttingen kassiert: Sondernutzungsabgabe für Auslagen vor den Geschäften

30. Mai 2008 - 12:22 Uhr

Um den “Wildwuchs” an Kundenstoppern und Auslagen in den Fußgängerzonen einzudämmen, hat die Stadt Göttingen nach dem typischen Reflexmuster reagiert. Sie verlangt seit Februar Gebühren für das Aufstellen von Auslagen und Hinweisschildern. Das hat leider zur Folge, daß es für manche der berühmte Tropfen ist und entweder sie gar keine Auslagen mehr rausstellen oder wie das “Accent” das Geschäft schließen.
Gerade die kleineren Geschäfte in den Nebenstraßen, werden für den Auswuchs in der Weender Straße bestraft und fühlen sich zu Recht benachteiligt.
Und sind wir doch mal ehrlich: Die Ketten und Franchise-Shops werden weiterhin Ihre Auslage aufstellen, die alteingesessenen und kleineren Geschäfte, die den Charme der Stadt ausmachen, werden das Nachsehen haben.
Jetzt gibt es allerdings eine Initiative der Göttinger Geschäfte, die sich gegen die neuen Gebühren wehrt. Mich hat heute eine Mail erreicht:

Liebe Nachbarn,

Göttinger Tageblatt: Die Innenstadt wird immer farlosersicherlich haben viele von Ihnen das heutige Tageblatt und damit auch den Artikel im Wirtschaftsteil zur Sondernutzungsabgabe gelesen. Für alle, die den Artikel nicht kennen, hängt er als Bild an.

Für mich war er Anlass gleich heute Morgen ein bißchen zu telefonieren. Frau Hundesrügge war von der Größe des Berichtes recht überrascht. Sie hatte nicht mir so viel Aufsehen gerechnet. Im Laufe des Tages war sie von der Resonanz jedoch sehr positiv beeindruckt. Ganz offensichtlich hat der Artikel nicht nur bei mir, sondern auch vielen anderen einen Nerv getroffen.
Nach kurzen Gesprächen mit meinen näheren Nachbarn hat sich gezeigt, dass das Anliegen der Damen A. und H. sehr unterstützt wird. Ich hoffe, dass auch Sie der Meinung sind, dass wir – die Theaterstraße – uns in den Protest einreihen sollten.In den nächsten Tagen bekomme ich die Vorlage zur Unterschriftensammlung und wir werden dann bei Ihnen vorbeischauen und „sammeln“.

Alleine kann niemand von uns etwas erreichen. Wenn wir uns jedoch gemeinsam (auch mit Unterstützung der Presse) auf die Hinterbeine stellen, können wir unseren Standpunkt äußerst deutlich machen.

Immerhin sind es die Seitenstraßen, die Göttingens Flair ausmachen. Wir sind es, die Stadtfesten Leben einhauchen und ein tolles Programm bieten. Wir sind es, die zur Weihnachtszeit für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen…und nicht Rossmann, Pimkie und Co..

In diesem Sinne…
wünsche ich noch eine angenehme Woche – und lassen Sie sich von der Hitze nicht unterkriegen.

Es grüßt herzlichst,

P.S.

Gespräche mit anderen Seitenstraßen sind bereits geführt oder geplant.

Das in dem Artikel erwähnte Schreiben von Frau F. an unseren OB habe ich unten zur Kenntnisnahme eingefügt.

“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in den letzten Jahren ist durch die vor die Ladengeschäfte gestellten Plakatständer ein deutlicher Wildwuchs entstanden. Das Thema Warenauslagen und Werbeeinrichtungen wurde bereits dankenswerterweise von der Bauverwaltung in Angriff genommen.

Allerdings finden wir die finanzielle Regelung nicht gerecht und bitten diese noch einmal zu überdenken.

Unsere Stadt lebt besonders von den interessanten und inhabergeführten Geschäften in den Seitenstraßen. Dadurch wird die Individualität der Innenstadt erlebbar, was die Besucher Göttingens sehr schätzen. Im Gegensatz zu anderen Städten haben wir auch in diesen B- und C-Lagen kaum Leerstand zu verzeichnen.

Nun sind bei der Kostenverteilung der Werbemaßnahmen diese Ladenbereiche besonders belastet. Wir bitten Sie dringend, den enormen finanziellen Druck für diese kleinen, aber säulentragenden Geschäfte in der Innenstadt noch einmal mit Ihrer Fachverwaltung zu diskutieren.

In diese Überlegungen sollte miteinbezogen werden, daß gerade die Seitenstraßen sehr viele Aktionen mit hohem Zeit- und Kostenaufwand organisieren, um die Innenstadt attraktiv zu machen. Die Belastung durch die genannte Kostenverteilung ist für die dortigen Geschäfte kaum tragbar. Daß manche Geschäfte ihre Plakatständer nur noch in die Hauseingänge quetschen, um die Kosten nicht tragen zu müssen, sind bereits beobachtbare Folgen. Solche Auswüchse können kaum gewollt sein.

Sehr geehrter Oberbürgermeister, wir bitten Sie, die Sachlage noch einmal zu prüfen, um zu einer angemessenen Lösung zu gelangen.

Für Ihre Bemühungen schon im Voraus herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

V. F.”

Ich hätte einen einfachen Vorschlag die Entwicklung für alle Seiten in die richtige Richtung zu lenken:
Die Sondernutzungsabgabe wird komplett zurückgenommen. Damit aber die Stadt Göttingen auch zu ihren Einnahmen kommt, wird eine neue Gebühr fällig:
Die sprachliche Verunstaltungs-Gebühr. Hier werden alle zu Kasse gebeten, die entweder mit unnötigen (meist auch falschen) Anglizismen (Sale Off, Coffee to go) den Fußgänger belästigen oder die deutsche Sprache durch das Idiotenapostroph, das Deppenleerzeichen oder andere Verbrechen verunstalten und uns verdummen.
In dem Sinne: Schöne’s Week End ,-)

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